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»Alle Worte sind müßig. Sie sind Vergangenheit, sobald sie die Lippen verlassen.«

Brax der Stumme

Vorwort

Die Fantasiewelt Nirnen nahm vor Jahren ihren Anfang mit ein oder zwei Kurzgeschichten und einigen Kapiteln von längeren Geschichten. Mittlerweile ist viel Zeit ins Land gegangen, und mit meinen Lese- und Schreibgewohnheiten hat sich auch der Charakter der Geschichten aus Nirnen verändert. Zwischenzeitlich hatte ich eine Romantrilogie im Sinn, doch dieses Projekt habe ich mittlerweile wieder aufgegeben. Entsprechend meiner Vorliebe für eher kürzere Texte sind jetzt auch die Geschichten zur Welt Nirnen als eine Sammlung einzelner Erzählungen angelegt, die zwar mehr oder weniger ausgeprägt miteinander verwoben aber dennoch weitestgehend unabhängig voneinander sind. Einige der Geschichten haben sicherlich Charakter von Fortsetzungen und bauen deutlich aufeinander auf, während andere sehr viel lockerer mit dem Rest verbunden sind. Die Erzählungen und Kurzgeschichten finden sich in der Bibliothek.

Mit den ersten Geschichten entstand auch bald das Bedürfnis, einen geeigneten Hintergrund für diese zu schaffen. Wie sind die Länder beschaffen, in denen sich beispielsweise die Abenteuer Alcanas zutragen? Wie ist die jeweilige Gesellschaft aufgebaut? Diese und viele weitere Fragen kamen auf zu Geographie, Religion, Politik, Geschichte und Kultur, zu Sprachen, Schriften, Kleidern und Waffen und so fort. Aus dem puren Vergnügen an der Erschaffung einer (möglichst plausiblen und real wirkenden) Fantasiewelt gewann das Ganze schnell eine unvorhergesehene Eigendynamik, so dass die Aufsätze, Karten und Erläuterungen zur Welt Nirnen längst jenes Maß übersteigen, welches alleine für einen Hintergrund der Geschichten nötig gewesen wäre. Die Weltenbeschreibung, die auf diesen Gedanken beruht und hier unter dem Begriff Enzyklopädie abgelegt ist, ist grundsätzlich eher nüchtern und sachlich gehalten, und wer alleine an den Erzählungen interessiert ist, kann sie getrost unbeachtet lassen, ohne dass dies für das Verständnis ein großes Problem darstellen sollte. Diejenigen, die tiefer in die Welt Nirnen eintauchen wollen, werden es jedoch - hoffe ich - als Bereicherung empfinden.

Während die Weltbeschreibung eher in sachlichem Ton gehalten ist und, abgesehen von wenigen historischen Abrissen, die Gegenwart zur Zeit der meisten Erzählungen abbildet, reichen die Wurzeln vieler Dinge in Nirnen doch weit zurück in eine Vergangenheit, deren Kenntnisse eher verschwommen als klar umrissen sind. Kurzum: eine gewisse Grundlage an Mythologie und Sagen war erforderlich, um Nirnen auch in dieser Hinsicht mit einer gewachsenen Überlieferung zu versorgen. Diese Sagen und Legenden, in der Bibliothek - untergliedert in jene der Ulushai und der Ashrai - zu finden, beschränken sich auf die Überlieferungen des Uruanur, die auch im Königreich Arn und der gesamten cerinisch geprägten Welt noch einigermaßen geläufig sind. Die Herkunft einiger außergewöhnlicher Gegenstände, wie der Flöte von Alcana, Chalms Medaillon und den lebenden Schwertern, ist eng mit diesen Legenden verwoben. So ist die Zeit vor dem Großen Winter zwar beinahe vergessen, und doch lebt und wirkt sie weiter.

Noch einige Worte zur Rechtschreibung: Ich bin mit den alten Rechtschreibregeln aufgewachsen und habe den Sinn und Nutzen der Rechtschreibreform nie wirklich eingesehen. Daher habe ich mich auch lange geweigert, die neue Rechtschreibung anzunehmen, nicht zuletzt, da ich die alte Rechtschreibung zumeist ohne große Mühe beherrschte. Allerdings bleibt die Zeit nicht stehen. Schweren Herzens habe ich mich nun dazu entschieden, die Texte und Geschichten dieser Seite auf die neue Rechtschreibung umzustellen. Zu dieser Entscheidung haben im Wesentlichen zwei Gründe beigetragen:

Zum einen bin ich ohnehin bei der beruflichen Korrespondenz längst gezwungen, die neue Rechtschreibung anzuwenden. Im Gegensatz dazu bei meinen privaten Projekten weiterhin an der alten Rechtschreibung festzuhalten, ist auf die Dauer doch sehr mühevoll.

Zweitens nehme ich an, dass die meisten Leser mittlerweile an die neuen Schreiweisen gewöhnt sind und Worte in der alten Rechtschreibung zumindest als ungewöhnlich ansehen werden. Als Autor ist mir natürlich nicht daran gelegen, wenn sich meine Leser über merkwürdige Schreibweisen wundern, anstatt sich auf die Handlung der jeweiligen Geschichte zu konzentrieren. Nicht, dass dies ohnhin bei einer etwas ungewöhnlicheren Formulierung und einigen altmodisch wirkenden Begriffen auch passieren könnte, aber zumindest möchte ich den Effekt nicht noch durch die Schreibweise unnötig verstärken.

Andreas Metz

 


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